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    Schweiz

    Bewerbungsfoto Schweiz: Meine offene Meinung

    14. Oktober 2026
    Bewerbungsfoto Schweiz: Meine offene MeinungKI-generiert

    "Hallo Toni, kannst du mir bitte ein Bewerbungsfoto erstellen? Ich schicke dir mein Lieblingsbild vom letzten Paris-Trip, da bin ich super getroffen." Solche Anfragen landen ständig in meinem Postfach, und meine Antwort überrascht viele: "Ich mache keine Bewerbungsfotos." Manche reagieren verwirrt, andere enttäuscht, aber für mich ist diese Grenze absolut unverzichtbar.

    Gerade in der Schweiz gilt das Foto oft als Pflicht. Viele meiner Kundinnen und Kunden, egal ob sie von Zürich nach Basel ziehen oder von Berlin nach Genf, zitieren Guidelines von Schweizer Unternehmen, die explizit ein Bild verlangen. Der Reflex ist verständlich (der Mensch ist ein visuelles Wesen und der erste Eindruck zählt) aber die Realität dahinter ist hochgradig problematisch.

    Die Wurzel des Problems: Diskriminierung

    Lass uns offen sprechen: Ein Bewerbungsfoto ist ein Einfallstor für Diskriminierung. Auch wenn in der Schweiz das Diskriminierungsverbot gilt, verschwinden menschliche Vorurteile dadurch nicht. Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Erscheinungsbild: all das beeinflusst Entscheider bewusst oder unbewusst. Ich habe Fälle erlebt von Kandidaten, die objektiv topqualifiziert waren, aber aufgrund ihres Alters oder ihrer Herkunft auf dem Foto keine Einladung erhielten. Ein 50-jähriger IT-Architekt für SAP in einem Zürcher Finanzhaus, der seit 20 Jahren für Siemens in Deutschland gearbeitet hat, wirkt auf einem Foto vielleicht älter als er ist und unterliegt dann jüngeren Bewerbern bei gleicher Qualifikation.

    Ich habe keinen Einfluss darauf, wie ein Recruiter bei der UBS, der Migros oder bei Roche ein Foto interpretiert. Aber ich kann verhindern, diesen Prozess aktiv zu unterstützen. Meine Aufgabe ist es, deine Qualifikationen und Erfahrungen in den Vordergrund zu rücken. Ein Bild lenkt davon ab. Für mich ist das eine ethische Grenze: Ich wirke nicht an etwas mit, das potenziell zur Benachteiligung meiner Kundschaft führt.

    Warum "perfekte" Fotos oft kontraproduktiv sind

    Viele wollen ein "perfektes" Bewerbungsfoto. Oft ist das eine hochretuschierte, gestellte Aufnahme, die wenig mit der Realität zu tun hat. Stell dir vor, du bewirbst dich bei der ZKB oder der SBB als Sachbearbeiter. Du legst ein extrem professionelles Bild bei, das dich eher wie ein Topmanager aussehen lässt. Das schafft eine Erwartungshaltung, die das Foto nicht erfüllen soll, und wirft im schlimmsten Fall Fragen auf, die nichts mit deinen Fähigkeiten zu tun haben.

    Ein Bewerbungsfoto soll dich nicht künstlich aufwerten. Authentizität ist das Stichwort. Doch selbst dann bleibt das Problem der Subjektivität. Was für den einen Recruiter bei Novartis sympathisch wirkt, ist für den anderen bei der AXA zu konservativ. Ich möchte diesen Zufallsfaktor aus der Bewerbung streichen. Kein Bock auf Trial-and-Error? Du kannst deine professionellen Bewerbungsservice und sparst dir Wochen.

    Schweiz: Ein Sonderfall?

    Ja, die Schweiz hat Besonderheiten. Viele traditionelle Unternehmen im Banken- oder Pharmabereich verlangen explizit ein Foto. Ich kenne die Guidelines von Credit Suisse (jetzt UBS), Raiffeisen, Sunrise und vielen anderen. Und trotzdem rate ich oft dazu, es wegzulassen.

    Eine Bewerbung ohne Foto ist in der Schweiz keine Bewerbung zweiter Klasse. Sie signalisiert Selbstbewusstsein und den Fokus auf die Qualifikation. Wenn ein Unternehmen dich wegen deiner Fähigkeiten will, ist das fehlende Foto kein Hinderungsgrund. Wenn es doch einer ist, solltest du dich fragen, ob du bei einem Arbeitgeber arbeiten willst, der Oberflächlichkeiten über Kompetenz stellt.

    Die Illusion der Kontrolle und meine Ablehnung

    Viele glauben, mit dem "richtigen" Foto die Kontrolle über den ersten Eindruck zu gewinnen. Sie investieren viel Geld in Fotografen. Meine Erfahrung zeigt: Das ist eine Illusion. Du kannst die perfekte Pose und das beste Outfit haben, aber du kontrollierst nicht die unterbewussten Assoziationen des Betrachters.

    Ich will diese Illusion nicht nähren. Meine Aufgabe bei Tonis Bewerbungshilfe ist es, dich auf das Wesentliche zu fokussieren: deinen Lebenslauf, deine Fähigkeiten und deine Motivation. Wenn du dich bei der ETH Zürich für eine Forschungsstelle bewirbst, zählt deine Publikationsliste, nicht dein Aussehen. Bei der Swisscom als IT-Spezialist zählen deine Skills.

    Wo meine Grenzen als Berater liegen

    Meine Dienstleistung konzentriert sich auf das Optimieren von Lebensläufen, Motivationsschreiben und die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Da besitze ich echte Expertise. Foto-Beratung gehört nicht dazu.

    Ich bin kein Fotograf, ich bin Berater. Ich würde eine Dienstleistung anbieten, für die ich nicht qualifiziert bin, wenn ich Bewerbungsfotos erstellen oder dazu beraten würde. Das wäre unredlich und widerspricht meinem Anspruch an Transparenz. Ich will dir nicht sagen, welches Hemd du tragen oder wie du lächeln sollst.

    Meine Empfehlung für deine Praxis

    * **Wäge die Risiken ab:** Sei dir bewusst, dass jedes Foto Raum für unbewusste Vorurteile (Unconscious Bias) bietet. * **Mut zur Lücke:** Teste bewusst Bewerbungen ohne Foto, um den Fokus komplett auf deine harten Fakten und Qualifikationen zu lenken. * **Der Profi-Weg:** Wenn du absolut ein Foto nutzen willst, geh zu einem spezialisierten Business-Fotografen und verzichte auf private Urlaubs-Schnappschüsse. * **Fokus auf den Inhalt:** Stecke deine Energie und Zeit lieber in einen lückenlosen, aussagekräftigen Lebenslauf statt in das perfekte Porträt.

    Am Ende des Tages entscheiden deine Fähigkeiten im Job über deinen Erfolg, und genau diese sollten ab der ersten Sekunde im Fokus stehen.

    Häufige Fragen

    Soll ich in der Schweiz ein Bewerbungsfoto mitsenden?

    Meine Empfehlung ist oft, es wegzulassen. Es birgt Diskriminierungsrisiken und lenkt vom Wesentlichen ab. Viele Unternehmen akzeptieren oder bevorzugen Bewerbungen ohne Foto.

    Warum lehnt Toni Matijevic Bewerbungsfotos abwärts?

    Aus ethischen Gründen und dem Fokus auf Diskriminierungsfreiheit. Ein Foto kann unbewusste Vorurteile fördern und lenkt die Aufmerksamkeit von Qualifikationen ab. Toni konzentriert sich auf Inhalte wie Lebenslauf und Motivation.

    Was, wenn ein Schweizer Unternehmen ein Foto explizit verlangt?

    Auch dann rate ich oft dazu, es wegzulassen, da es eine klare Positionierung für Fähigkeiten ist. Wenn du dich dennoch entscheidest, ein Foto mitzuschicken, nutze hierfür die Dienste eines professionellen Fotografen.

    Schadet mir ein fehlendes Foto in der Schweiz?

    Wenn ein Unternehmen dich wirklich aufgrund deiner Fähigkeiten einstellen möchte, ist das fehlende Foto kein Hinderungsgrund. Es kann sogar zeigen, dass du selbstbewusst genug bist, auf deine Inhalte zu setzen.

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