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    Lebenslauf auf Englisch: CV und Resume richtig anlegen

    27. Oktober 2026
    Lebenslauf auf Englisch: CV und Resume richtig anlegenKI-generiert

    Immer mehr Stellen im DACH-Raum verlangen Bewerbungsunterlagen auf Englisch: bei internationalen Konzernen, in Start-ups mit englischer Arbeitssprache oder wenn du dich direkt im Ausland bewirbst. Ein englischer Lebenslauf ist dabei mehr als eine Übersetzung. Aufbau, Länge und Inhalte folgen teilweise anderen Gewohnheiten, und wer den deutschen Lebenslauf Wort für Wort überträgt, verschenkt Wirkung. Hier erfährst du, worauf es ankommt.

    CV oder Resume: Was ist der Unterschied?

    Im britischen Englisch und in weiten Teilen Europas heißt der Lebenslauf CV, kurz für Curriculum Vitae. Er ist meist zwei Seiten lang und darf ausführlicher sein. Im amerikanischen und kanadischen Englisch spricht man von einem Resume. Es ist kompakter, oft nur eine Seite lang, und konzentriert sich stark auf Ergebnisse, die zur Stelle passen. In den USA bezeichnet CV dagegen eher einen ausführlichen akademischen Lebenslauf mit Publikationen und Lehrtätigkeit.

    Für eine Bewerbung bei einem internationalen Unternehmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist der britische CV-Stil meist die sichere Wahl. Bewirbst du dich direkt in den USA, orientierst du dich am Resume. Steht in der Stellenanzeige ausdrücklich, was gewünscht ist, richtest du dich danach.

    Was im englischen Lebenslauf anders ist

    Der größte Unterschied betrifft persönliche Angaben. Im deutschsprachigen Raum sind Foto, Geburtsdatum oder Familienstand im Lebenslauf noch verbreitet, auch wenn sie freiwillig sind. Im englischsprachigen Raum lässt du diese Angaben in der Regel weg. Das gilt vor allem für Bewerbungen in Großbritannien, Irland und Nordamerika. Ein Foto ist dort unüblich und kann im Zweifel eher irritieren. Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Wohnort und gegebenenfalls dein LinkedIn-Profil reichen.

    Auch Unterschrift sowie Ort und Datum am Ende fallen weg. Arbeitszeugnisse, wie sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz üblich sind, kennt der englischsprachige Arbeitsmarkt in dieser Form nicht. Dort sind Referenzen verbreitet, also Personen, die auf Nachfrage Auskunft über dich geben. Ein Satz wie „References available upon request“ ist möglich, aber nicht nötig.

    Die Reihenfolge ist dagegen vertraut: Die aktuellste Station steht oben, wie beim deutschen Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Form.

    Das Profil am Anfang

    Viele englische CVs beginnen mit einem kurzen Profil, oft „Professional Summary“ oder „Profile“ genannt. In wenigen Sätzen beschreibst du, wer du beruflich bist, welche Erfahrung du mitbringst und was du für die neue Stelle mitbringst. Das ist im englischsprachigen Raum fast schon Standard und wird von Personalverantwortlichen erwartet. Wie du ein solches Profil aufbaust, zeigt der Beitrag Kurzprofil im Lebenslauf. Die Logik lässt sich direkt auf Englisch übertragen.

    Ergebnisse statt Aufgaben

    Englische Lebensläufe arbeiten stärker mit aktiven Verben und konkreten Ergebnissen. Statt „Responsible for customer service“ heißt es besser „Handled customer enquiries for a portfolio of 40 key accounts“ oder „Reduced response times by introducing a ticket system“. Jede Zeile beginnt mit einem Verb in der Vergangenheit, bei der aktuellen Stelle in der Gegenwart. Zahlen helfen, wenn du sie belegen kannst. Erfinde aber keine.

    Diese Herangehensweise schadet auch deinem deutschen Lebenslauf nicht. Im Englischen ist sie aber noch wichtiger, weil Personalverantwortliche dort stärker auf messbaren Beitrag achten als auf die reine Beschreibung von Zuständigkeiten.

    Typische Fehler beim Übersetzen

    Der häufigste Fehler ist die wörtliche Übersetzung. Berufsbezeichnungen, Abschlüsse und Ausbildungen lassen sich oft nicht eins zu eins übertragen. Eine Ausbildung im dualen System, eine Lehre in Österreich oder der Schweiz, eine Meisterprüfung oder die Matura haben kein exaktes englisches Gegenstück. Hier hilft eine kurze Erklärung in Klammern, etwa „Apprenticeship as an industrial clerk (3-year vocational training)“ oder „Matura (Austrian university entrance qualification)“. So versteht auch jemand ohne Kenntnis des DACH-Bildungssystems, was du mitbringst.

    Achte außerdem auf die Datumsformate. Im britischen Englisch steht der Tag vor dem Monat, im amerikanischen Englisch umgekehrt. Am sichersten schreibst du den Monat aus, etwa „March 2022 to present“. Entscheide dich zudem für britisches oder amerikanisches Englisch und bleib dabei, auch bei der Rechtschreibung von Wörtern wie „organise“ oder „organize“.

    Vorsicht bei falschen Freunden: „Chef“ heißt auf Englisch Koch, eine „Kaution“ ist kein „caution“, und „eventually“ bedeutet nicht „eventuell“. Lass deinen englischen Lebenslauf am besten von einer Person gegenlesen, die sehr gut Englisch spricht.

    Sprachkenntnisse richtig angeben

    Gerade im englischen CV werden deine Sprachkenntnisse genau gelesen. Gib sie nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen an, also mit den Stufen A1 bis C2, und nenn Deutsch als Muttersprache oder „native“. Wie du dich ehrlich einstufst, steht im Beitrag Sprachkenntnisse im Lebenslauf. Dein englischer Lebenslauf ist dabei selbst eine Sprachprobe: Fehler fallen hier besonders auf.

    Der Europass als Alternative

    Die Europäische Union bietet mit dem Europass einen kostenlosen Online-Editor an, mit dem du Lebensläufe in 31 Sprachen erstellen kannst. Das ist praktisch für Bewerbungen bei EU-Institutionen oder in Programmen, die dieses Format verlangen. Für die meisten Bewerbungen in der Privatwirtschaft ist ein individuell gestalteter CV aber die bessere Wahl, weil er dir mehr Spielraum für Aufbau und Schwerpunkte lässt. Welche Formate im DACH-Raum gut ankommen, beleuchtet der Beitrag CV-Formate in Europa.

    Länge und Format

    Ein britischer CV umfasst meist zwei Seiten, ein amerikanisches Resume möglichst eine. Speichere den Lebenslauf als PDF, damit das Layout erhalten bleibt, und gib der Datei einen klaren Namen, etwa „Firstname-Lastname-CV.pdf“. Verzichte auf aufwendige Grafiken und Tabellen, wenn du dich über ein Bewerbermanagement-System bewirbst, denn solche Elemente werden nicht immer sauber ausgelesen.

    Wenn du Unterstützung bei deinem englischen Lebenslauf möchtest, findest du mehr auf der Seite zum Curriculum Vitae.

    Fazit

    Ein englischer Lebenslauf ist keine Übersetzung, sondern eine Anpassung an andere Gewohnheiten. Kläre zuerst, ob ein britischer CV oder ein amerikanisches Resume gefragt ist. Lass Foto, Geburtsdatum und Unterschrift weg, beginne mit einem kurzen Profil und beschreibe Ergebnisse mit aktiven Verben. Erkläre Abschlüsse aus dem DACH-Raum kurz, achte auf ein einheitliches Englisch und lass den Text gegenlesen. So wirkt dein CV international und professionell.

    Häufige Fragen

    Was ist der Unterschied zwischen CV und Resume?

    Ein CV ist im britischen Englisch und in Europa üblich und meist zwei Seiten lang. Ein Resume ist der amerikanische und kanadische Standard, kompakter und oft nur eine Seite lang.

    Gehört ein Foto in den englischen Lebenslauf?

    In der Regel nicht. Im englischsprachigen Raum, vor allem in Großbritannien, Irland und Nordamerika, sind Foto, Geburtsdatum und Familienstand im Lebenslauf unüblich.

    Wie übersetze ich eine Ausbildung oder Lehre ins Englische?

    Am besten mit einer kurzen Erklärung in Klammern, zum Beispiel „Apprenticeship as an industrial clerk (3-year vocational training)“. So verstehen auch Personalverantwortliche ohne Kenntnis des DACH-Bildungssystems deinen Abschluss.

    Muss ich Arbeitszeugnisse mitschicken?

    Bei englischsprachigen Bewerbungen im Ausland meist nicht, dort sind Referenzen üblicher. Bei internationalen Unternehmen im DACH-Raum können Zeugnisse trotzdem gefragt sein, richte dich nach der Stellenanzeige.

    Ist der Europass-Lebenslauf eine gute Wahl?

    Für EU-Institutionen und Programme, die ihn verlangen, ja. Für die meisten Bewerbungen in der Privatwirtschaft ist ein individuell gestalteter CV die bessere Wahl.

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