
Jenseits der Zeugnissprache
Klassische Arbeitszeugnisse sind im DACH-Raum oft durch codierte Formulierungen und rechtliche Einschränkungen wenig aussagekräftig. Recruiter wissen das und setzen daher vermehrt auf persönliche Referenzen. Ein früherer Chef oder Kollege, der direkt über deine Arbeitsweise spricht, ist Gold wert.
Eine Referenzliste sollte Namen, Positionen und aktuelle Kontaktdaten von zwei bis drei Personen enthalten, die bereit sind, positiv über dich zu berichten. Wichtig: Frage diese Personen unbedingt vorher um Erlaubnis, bevor du ihre Daten in deine Unterlagen aufnimmst.
Wen solltest du als Referenz wählen?
Ideal sind ehemalige direkte Vorgesetzte. Sollte das nicht möglich sein, eignen sich auch langjährige Kunden, Projektpartner oder Mentoren. Wichtig ist, dass die Person deine Arbeit im Detail beurteilen kann. Ein bekannter Name bringt wenig, wenn die Person nie wirklich mit dir zusammengearbeitet hat.
In deinem Lebenslauf oder im Anschreiben kannst du den Hinweis 'Referenzen auf Anfrage erhältlich' platzieren. Bei Bewerbungen in den USA oder UK sind sie Pflicht, im DACH-Raum werden sie zum entscheidenden 'Social Proof', der dich von Mitbewerbern abhebt.
Die Vorbereitung der Referenzgeber
Wenn ein Recruiter ankündigt, deine Referenzen anzurufen, solltest du deine Kontakte kurz informieren. Schicke ihnen die aktuelle Stellenanzeige zu, auf die du dich bewirbst. So können sie ihren Fokus im Gespräch auf die Kompetenzen legen, die für den neuen Job besonders relevant sind.
Referenzen sind ein Vertrauensbeweis. Sie zeigen, dass du Brücken hinter dir nicht abgebrochen hast und dass Menschen gerne wieder mit dir arbeiten würden. In einem engen Arbeitsmarkt kann genau dieses Vertrauen den Ausschlag für deine Einstellung geben.
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