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    LinkedIn Empfehlungen: So bekommst du sie, ohne peinlich zu wirken

    21. April 2026
    LinkedIn Empfehlungen: So bekommst du sie, ohne peinlich zu wirkenKI-generiert

    Was du über dich selbst schreibst, ist das eine. Was andere über deine Arbeit sagen, wirkt oft überzeugender. Genau dafür gibt es auf LinkedIn Empfehlungen. Viele scheuen sich, danach zu fragen, aus Sorge, aufdringlich zu wirken. Mit dem richtigen Vorgehen ist das unbegründet.

    Warum Empfehlungen wirken

    Arbeitszeugnisse folgen im DACH-Raum einer eigenen Sprache und sind rechtlich zum Wohlwollen verpflichtet. Dadurch wirken viele ähnlich. Eine LinkedIn-Empfehlung ist dagegen frei formuliert und stammt von einer Person, deren Profil man anklicken kann. Eine konkrete Schilderung, wie du ein schwieriges Projekt gemeistert hast, kann deshalb sehr glaubwürdig sein. Empfehlungen ersetzen Zeugnisse nicht, ergänzen sie aber gut.

    Der richtige Zeitpunkt

    Am besten fragst du, solange die Zusammenarbeit frisch in Erinnerung ist, etwa nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt oder wenn du dich im Guten aus einem Team oder Unternehmen verabschiedest. Wer erst fragt, wenn er dringend einen Job sucht, wirkt eher gehetzt, und nach Monaten erinnert sich kaum noch jemand an Details.

    Es dem Gegenüber leicht machen

    Niemand schreibt gern Texte auf Knopfdruck. Erleichtere es deinem Gegenüber, indem du einen konkreten Anlass nennst und den Schwerpunkt vorschlägst, etwa: "Hallo [Name], wir haben in den letzten zwei Jahren eng zusammengearbeitet, besonders an der Einführung des neuen CRM-Systems. Ich würde mich über eine kurze Empfehlung freuen, gern mit Blick auf die Prozessverbesserung, an der wir gemeinsam gearbeitet haben." Du kannst Stichpunkte als Erinnerung mitschicken. Den Text selbst sollte die Person aber in eigenen Worten schreiben, sonst verliert er an Glaubwürdigkeit.

    Wen du fragen solltest

    Nicht nur Vorgesetzte können Empfehlungen schreiben. Ein rundes Bild entsteht aus verschiedenen Perspektiven: Führungskräfte bestätigen deine Leistung, Kolleginnen und Kollegen deine Zusammenarbeit im Team, Mitarbeitende deine Führung, Kunden oder Partner deine Wirkung nach außen. Vorsicht bei Gefälligkeiten von Freunden, die nie mit dir gearbeitet haben, und bei auffälligem gegenseitigem Empfehlen am selben Tag. Beides wirkt wenig glaubwürdig.

    Der Aufbau einer guten Empfehlung

    Eine gute Empfehlung hat vier Teile: den Rahmen der Zusammenarbeit ("Wir haben zwei Jahre im Logistikmanagement zusammengearbeitet"), eine konkrete Stärke oder ein Erlebnis ("Besonders beeindruckt hat mich, wie sie komplexe Lieferkettenprobleme unter Zeitdruck gelöst hat"), etwas Persönliches ("Sie bringt Ruhe und Humor ins Team") und eine klare Empfehlung. Konkrete Ergebnisse machen eine Empfehlung stärker als allgemeines Lob.

    Wenn die aktuelle Führungskraft keine Option ist

    Manchmal kannst du deine aktuelle Führungskraft nicht fragen, etwa wenn du diskret suchst. Dann kommen andere infrage: Leitungen benachbarter Abteilungen, mit denen du zusammengearbeitet hast, frühere Vorgesetzte, Projektpartner oder Menschen aus einem Ehrenamt. Auch solche Empfehlungen sind wertvoll.

    Empfehlungen pflegen und nutzen

    Du entscheidest, welche Empfehlungen auf deinem Profil sichtbar sind. Wenn eine Empfehlung Fehler enthält, kannst du die Person höflich um eine Überarbeitung bitten. Auch in der Bewerbung kannst du Bezug nehmen, etwa mit einem kurzen Zitat oder dem Hinweis auf dein LinkedIn-Profil.

    Keine Angst vor einem Nein

    Das Schlimmste, was passieren kann: Die Person antwortet nicht oder hat gerade keine Zeit. Das ist kein persönlicher Angriff. Wer freundlich fragt und keinen Druck macht, wird damit niemanden verärgern. Und wenn du die Arbeit der anderen Person wirklich beurteilen kannst, biete gern an, ebenfalls eine Empfehlung zu schreiben.

    Fazit

    LinkedIn-Empfehlungen sind ein starker Vertrauensbeweis, wenn sie echt und konkret sind. Frag zum richtigen Zeitpunkt, mach es deinem Gegenüber leicht und achte auf verschiedene Perspektiven. Wenn du dein ganzes Profil professionell überarbeiten lassen willst, findest du Unterstützung bei der LinkedIn-Optimierung.

    Häufige Fragen

    Kann ich LinkedIn Empfehlungen auch als Berufseinsteiger bekommen?

    Auf jeden Fall. Nutze Empfehlungen von Professoren, Praktikumsbetreuern oder Mitstreitern aus Uni-Projekten. Diese Bestätigungen zeigen Recruitern, dass du schon während der Ausbildung Engagement und Teamfähigkeit bewiesen hast.

    Wie reagiere ich, wenn eine Empfehlung inhaltlich nicht passt?

    Du hast auf LinkedIn die volle Kontrolle. Wenn dir ein Text nicht gefällt oder Fehler enthält, kannst du ihn entweder gar nicht erst auf deinem Profil veröffentlichen oder die Person über die Schaltfläche "Um Überarbeitung bitten" höflich um Korrektur bitten.

    Muss ich mich für jede Empfehlung revanchieren?

    Ein Zwang zum gegenseitigen Empfehlen besteht nicht und wirkt oft unnatürlich. Reagiere lieber mit einer aufrichtigen Dankesnachricht oder biete eine Empfehlung nur dann an, wenn du die Leistung des anderen wirklich fundiert und positiv bewerten kannst.

    Wie viele Empfehlungen sollte ein LinkedIn-Profil haben?

    Eine feste Zahl gibt es nicht. Einige aussagekräftige Empfehlungen aus verschiedenen Perspektiven sind wertvoller als viele kurze Einzeiler.

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