
Bewerber als Kunden verstehen
In einem Arbeitnehmermarkt ist der Bewerbungsprozess eine Dienstleistung. Die Candidate Experience beschreibt alle Berührungspunkte, die ein potenzieller Mitarbeiter mit dem Unternehmen hat. Ist die Erfahrung negativ, landet das nicht nur im Papierkorb des Bewerbers, sondern oft auch als schlechte Bewertung im Netz.
Es beginnt bei der Auffindbarkeit der Stellenanzeige. Ist sie mobil optimiert? Kann man sich mit zwei Klicks bewerben? Komplizierte Formulare, die den Lebenslauf nochmals abfragen, sind der größte 'Conversion-Killer' im modernen Recruiting. Halte die Hürden am Anfang so niedrig wie möglich.
Kommunikation ist das A und O
Nichts frustriert Bewerber mehr als Unsicherheit. Automatisierte Eingangsbestätigungen sind Standard, aber schicke persönliche Status-Updates, wenn es länger dauert. Ein kurzer Anruf nach einem Gespräch, um Feedback zu geben, auch bei einer Absage, hinterlässt einen bleibenden, positiven Eindruck.
Besonders wichtig ist die Zeit zwischen Vertragsunterzeichnung und dem ersten Arbeitstag (Preboarding). Ein Willkommenspaket oder die Einladung zum nächsten Team-Event zeigen dem neuen Kollegen, dass man sich auf ihn freut. So reduzierst du das Risiko, dass der Kandidat doch noch ein anderes Angebot annimmt.
Feedback einholen und lernen
Frage Bewerber (auch die, denen du absagst) nach ihrer Meinung zum Prozess. Was war gut, was war nervig? Nur durch den Blick von außen kannst du Engpässe identifizieren. Eine exzellente Candidate Experience ist das günstigste und effektivste Marketing-Tool für dein Employer Branding.
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