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    LinkedIn DMs ohne Spam, die Kunst des kalten Anschreibens

    8. Mai 2026
    LinkedIn DMs ohne Spam, die Kunst des kalten AnschreibensKI-generiert

    Viele LinkedIn-Postfächer sind voll mit allgemeinen Verkaufsnachrichten, automatisch verschickten Texten und Anfragen ohne erkennbaren Anlass. Gleichzeitig ist LinkedIn ein guter Ort, um interessante Menschen direkt zu erreichen. Wer eine Nachricht an jemanden schreibt, den er noch nicht kennt, muss sich deshalb von der Masse abheben.

    Warum die meisten Nachrichten ignoriert werden

    Die typische Nachricht beginnt mit einem allgemeinen Kompliment wie "Ich liebe deinen Content!" und endet mit "Hast du 15 Minuten für ein Kennenlernen?". Das funktioniert aus drei Gründen selten. Das Kompliment ist austauschbar, der Anlass bleibt unklar, und die Bitte ist für eine erste Nachricht zu groß.

    Die Bausteine einer guten Nachricht

    Eine gute Nachricht beginnt mit einem konkreten Aufhänger, der zeigt, dass du dich mit der Person beschäftigt hast, etwa einem bestimmten Beitrag oder Projekt. Dann folgt ein kurzer Satz, wer du bist. Danach der Anlass: Warum schreibst du gerade dieser Person? Dann eine kleine, leicht zu erfüllende Bitte, zum Beispiel eine Empfehlung oder eine kurze Einschätzung. Zum Schluss eine freundliche Formulierung, die ein Nein leicht macht.

    Das richtige Format

    Halte die Nachricht kurz, ein paar Sätze reichen. Verzichte im ersten Kontakt auf Anhänge und auf Sprachnachrichten an Menschen, die du nicht kennst. Wer länger schreibt, als die andere Person lesen will, verliert sie.

    Ein Beispiel

    "Hallo Frau Berger, Ihr Beitrag zur Reform der Pensionskassen letzte Woche hat mich angesprochen, besonders der Punkt zu Vorsorgelücken bei Teilzeit. Ich arbeite im Bereich Altersvorsorge in der Schweiz und ziehe demnächst nach Wien. Falls Sie eine seriöse Fachkonferenz in Österreich empfehlen können, wäre ich Ihnen dankbar. Und falls nicht, trotzdem danke für den guten Beitrag."

    Diese Nachricht ist konkret, hat einen sachlichen Anlass, enthält eine kleine Bitte und lässt der Person die Freiheit, kurz oder gar nicht zu antworten.

    Was du vermeiden solltest

    Schick nicht vielen Menschen denselben Text. Bitte im ersten Kontakt nicht direkt um einen Job, ein Telefonat oder eine Empfehlung bei einem Unternehmen. Und hak nicht mehrfach nach, wenn keine Antwort kommt.

    Wann solche Nachrichten wirken

    Nachrichten an Unbekannte sind ein Werkzeug für den langfristigen Aufbau von Kontakten, nicht für schnelle Ergebnisse. Wer schon einige Zeit vor einem geplanten Wechsel regelmäßig einzelne, gut überlegte Nachrichten an relevante Menschen schickt, baut ein Netzwerk auf, das später trägt. Wer erst am Tag der Kündigung viele Nachrichten verschickt, wird selten Erfolg haben.

    Fazit

    Eine gute LinkedIn-Nachricht ist keine Werbung, sondern eine Visitenkarte mit Kontext. Sie zeigt, dass du gelesen und nachgedacht hast. Genau diese Aufmerksamkeit ist selten und deshalb wirksam. Wenn du dein Profil vorher auf Vordermann bringen willst, kannst du dein LinkedIn-Profil optimieren lassen.

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