Brauche ich einen Ansprechpartner in meiner Bewerbung? – Der unterschätzte Gamechanger!
Bewerbungen sind ein bisschen wie Blind Dates. Du legst dein bestes Profil vor, hoffst auf eine positive Resonanz – und wenn’s gut läuft, gibt’s ein zweites Treffen. Doch während du dich auf Tinder & Co. wenigstens noch durch ein paar Bilder und Bio-Infos hangeln kannst, landet dein Bewerbungsschreiben oft anonym in einem digitalen Postfach mit der kryptischen Betitelung „karriere@unternehmen.com“.
Das ist nicht nur unpersönlich, sondern auch ein klarer Nachteil. Denn Bewerbungen ohne direkten Ansprechpartner landen häufiger auf dem Stapel der Belanglosigkeit. Der Trick? Name Dropping auf dem nächsten Level!
Warum ist ein Ansprechpartner so wichtig?
Ganz einfach: Ein Name gibt deinem Schreiben ein Gesicht. „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist die Grußformel des Mittelmaßes – die fade Instant-Nudelsuppe unter den Bewerbungen. Wer hingegen gezielt eine Person anspricht, signalisiert: Ich bin nicht irgendein Bewerber. Ich habe mich informiert, ich kenne meine Zielperson, und ich will genau diesen Job.
Denn seien wir ehrlich: Personalabteilungen sind keine emotionslosen Bewerbungsroboter. Da sitzt ein Mensch, der (zwischen zu vielen Meetings und noch mehr E-Mails) eine Bewerbung öffnet. Und wenn dieser Mensch seinen eigenen Namen liest? Zack – ein Bruchteil einer Sekunde Aufmerksamkeit gewonnen!
So findest du den richtigen Ansprechpartner (ohne CIA-Methoden)
Klar, es wäre schön, wenn Unternehmen einfach den Namen ihres HR-Verantwortlichen auf die Website klatschen würden. Tun sie aber oft nicht. Also heißt es: Detektivmodus an!
- Unternehmenswebsite: Viele Firmen haben eine „Team“-Seite. Manchmal versteckt, aber wer suchet, der findet.
- LinkedIn & Xing: Gibt’s da einen Recruiter oder HR-Manager? Falls ja – Jackpot!
- Anrufen: Klingt oldschool, funktioniert aber. Einfach freundlich nachfragen: „An wen kann ich meine Bewerbung richten?“
- Stellenanzeige durchforsten: Manchmal versteckt sich der Name irgendwo im Text. Copy & Paste ist dein Freund.
Falls du partout niemanden findest? Dann ruhig kreativ sein. „Sehr geehrte Recruiting-Expert:innen des Unternehmens XY“ hat mehr Wums als das langweilige Standard-„Sehr geehrte Damen und Herren“.
Gamechanger oder nettes Extra?
Ein Ansprechpartner ist keine magische Eintrittskarte zum Traumjob – aber ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Während sich andere mit generischen Floskeln in den Bewerbungs-Äther verabschieden, punktest du mit einer maßgeschneiderten Anrede und sorgst für den entscheidenden Funken an Individualität.
Und genau darum geht’s doch: Nicht eine Bewerbung von vielen sein. Sondern DIE Bewerbung.
Also – ran an die Recherche, Name finden, Eindruck hinterlassen. Und wenn’s trotzdem nicht klappt? Dann hast du immer noch eine bessere Bewerbung geschrieben als 80 % der Konkurrenz.
Fazit: Ansprechpartner nennen = Bewerbung pimpen. Kein Name gefunden? Kreativ umsetzen. Immer dran denken: Es sind nicht die Bewerbungen, die durch das System laufen – es sind die Menschen dahinter, die entscheiden.
Und wer wäre nicht lieber eine persönliche Notiz als eine anonyme Akte?